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Reichtum, unendlicher (v. gotisch reiks "mächtig"), unbegrenzte Verfügbarkeit von angenehmen Dingen; nach populärer Auffassung zu finden z.B. in der ►Natur, der Musik, oder der ►Liebe. Hier gemeint ist jedoch natürlich Reichtum in Form von Geld. Zwar ist eine unendliche Geldmenge nicht nur vorstellbar, sondern wegen der ►Flachheit des Universums in diesem vermutlich tatsächlich vorhanden. Wegen der großen Distanzen hat man darauf jedoch leider keinen Zugriff und muss sich mit Annäherungen begnügen. Die Verfügbarkeit einer möglichst großen Geldmenge wird in den meisten Kulturkreisen als positiv und erstrebenswert angesehen. Denn Geld erleichtert es nicht nur, alles zu tun was man mag, sondern auch - was vielleicht wichtiger ist - alles nicht zu tun, was man nicht mag. Zu Reichtum gelangt man mit verschiedenen legalen Methoden. Zum einen kann man etwas erschaffen und anderen gegen Geld zur Verfügung stellen - etwa ein Produkt, eine Idee, oder die eigene Arbeitskraft. Zum anderen kann man etwas für einen Betrag A erwerben und für einen anderen Betrag B veräußern (nicht unbedingt immer in dieser Reihenfolge). Somit vergrößert man seinen Reichtum um die Differenz B-A. Unbegrenzte Geldflüsse In unserer modernen Epoche muss man nicht mehr Waren per Karawane an solche Orte schaffen, wo B größer als A ist. Die globale Vernetzung ermöglicht es, riesige Geldmengen in kürzester Zeit an den Finanzmärkten umzusetzen. An jedem einzelnen Arbeitstag werden global die folgenden Geldmengen umgesetzt (2011, in US $):
Die Spekulation mit Wertpapieren produziert eine gewaltige Schattenökonomie, die die globale Wirtschaftsleistung um ein Vielfaches übertrifft, jedoch keinerlei nützliche Waren oder Leistungen produziert - dafür freilich gelegentliche Finanzkrisen. Andererseits schmiert sie das Getriebe der Weltwirtschaft, indem sie Liquidität zur Verfügung stellt und Nachfrage schafft. Ob die ungehemmte Spekulation also einen parasitären oder einen eher symbiontischen Einfluss auf die Wirtschaft hat, ist unter Ökonomen umstritten. Immerhin kann jeder an dieser Spekulation partizipieren. Man muss nur den künftigen Kurs eines Wertpapiers aus dem bisherigen Preisverlauf vorhersagen und besitzt dann durch rechtzeitige Käufe und Verkäufe eine theoretisch unbegrenzte Geldquelle. Der Einsatz von schöpferischer Leistung oder gar Intelligenz ist hierbei nicht mehr erforderlich - Geld und Arbeit sind vollkommen entkoppelt. Wenn man allerdings Börsen- oder Währungskurse betrachtet, so scheinen auf den ersten Blick die Preisbewegungen rein zufällig zu erfolgen. Statistische Analysen* zeigen jedoch, dass dies allenfalls für einzelne Aktien stimmt. Bei Devisen und Indizes weichen die Preisschwankungen deutlich von der Normalverteilung - der Gauss'schen Glockenkurve - ab und sind oft autokorreliert, d.h. künftige Preisänderungen unterliegen dem Einfluss vergangener Preisänderungen. Leider kann man sich das nicht direkt zunutze machen, denn das tun bereits viele tausend Computer in Großbanken und Fonds. Diese Automaten prognostizieren Preisschwankungen in Sekundenbruchteilen, kaufen und verkaufen in großem Umfang und schöpfen alle kurzfristig möglichen Gewinne ab. Glücklicherweise sind Preiskurven weitgehend ►fraktal. Die Kurve sieht immer ähnlich aus, egal ob man Minuten-, Stunden- oder Tageskurse betrachtet. Daher kann man aus den Preiskurven mittel- und längerfristige Trends und Zyklen herausfiltern, die vom Hochfrequenz-Computerhandel unbeeinflusst sind, und zur Vorhersage künftiger Preise nutzen. Dem unbegrenzten Reichtum für Jedermann steht damit nichts mehr im Wege. Schweinisch reich ohne Arbeit Studien zufolge** hängt das persönliche Glücksempfinden vom persönlichen Einkommen ab, allerdings nur bis zu einer Grenze von netto 5000 EUR pro Monat. Noch mehr Geld macht nicht glücklicher. Falls Sie dennoch den Ehrgeiz haben, in den Besitz einer obszönen Menge Geld zu kommen - natürlich ohne zu arbeiten - folgt hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Sobald Sie auf diese Weise Ihre ersten Millionen eingenommen haben, vergessen Sie nicht, einen fairen Anteil an diese Website zu spenden. Die Kontonummer erhalten Sie vom Autor gern auf Anfrage. * Nützliche Literatur hierzu: R.S.Tsay, Analysis of Financial Time Series function run()
{
int i, Predict = 10, Hold = 10, Period = 30;
var MinCorr = 0.6, MinWin = 2*Predict*ATR(14);
var* Gain = series(price(0)-price(1));
// fit the gain curve with a weighted second order polynom
var Correlation = polyfit(0,Gain,Period,2,1);
// predict the gain 10 bars in the future
var Estimate = 0;
for(i = 1; i <= Predict; i++)
Estimate += polynom(0,-i);
// buy when correlation and predicted gain are good enough
Stop = 3*ATR(14);
TimeSell = Predict + Hold; // sell after 20 bars
if(Correlation > MinCorr && Estimate > MinWin)
buyLong();
if(Correlation > MinCorr && Estimate < -MinWin)
buyShort();
}
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